Wechseljahre: Wird die Partnerschaft eine Herausforderung?

Die Wechseljahre – medizinisch auch als Menopause bezeichnet – sind für viele Paare eine Zeit des Wandels. Frauen durchleben in dieser Phase tiefgreifende körperliche und psychische Veränderungen, die nicht nur sie selbst, sondern auch die Partnerschaft betreffen. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und andere Symptome der Wechseljahre können den Alltag belasten – die Auswirkungen auf die Partnerschaft sind deutlich spürbar – und zur Belastungsprobe für die Beziehung werden. Dieser Blogartikel beleuchtet, warum die Wechseljahre die Partnerschaft vor besondere Herausforderungen stellen können und zeigt auf, wie beide Partner diese Lebensphase gemeinsam meistern.

TL;DR: Wer die Ursachen versteht und offen kommuniziert, kann aus der Krise gestärkt hervorgehen – die Wechseljahre müssen kein Beziehungskiller sein, sondern bieten auch neue Chancen für ein tieferes Verständnis und neuen Zusammenhalt.

Wechseljahre als Belastungsprobe für die Partnerschaft

In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt der Frau drastisch, was vielfältige Auswirkungen auf Körper und Seele hat. Diese Phase wird oft bildlich als „Hormon-Achterbahn“ beschrieben – die Hormone in den Wechseljahren fahren regelrecht Karussell und beeinflussen viele Organsysteme. Die Folge: Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre bleiben auch für das Umfeld nicht unbemerkt und können sich deutlich auf die Partnerschaft auswirken. Viele Frauen leiden unter typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Oft kommt es zu Erschöpfung und im Alltag bleibt weniger Kraft für den Partner oder die Familie. Häufen sich solche Situationen, kann es passieren, dass die Beziehung darunter leidet und die Wechseljahre zur echten Partnerschafts-Herausforderung werden.

Ein Beispiel: Ist die Frau ständig müde oder gereizt, hat sie kein Ohr mehr für die beste Freundin, die Kollegin – und auch der Partner läuft quasi nur noch „nebenher“. Wenn eine Frau in dieser Phase primär mit sich selbst beschäftigt ist, fühlt der Partner sich schnell vernachlässigt. In dieser Zeit ist der Partner mehr denn je gefordert, seine Frau zu unterstützen und gleichzeitig auf sich selbst zu achten.

Doch nicht nur die Wechseljahre wirken auf die Ehe – auch umgekehrt beeinflusst die Beziehungsqualität das Erleben der Wechseljahre. Studien zeigen zum Beispiel, dass Frauen in den Wechseljahren, die in unglücklichen Ehen mit wenig Unterstützung und viel Konflikt leben, über mehr Stress und stärkere Wechseljahresbeschwerden berichten als Frauen in glücklichen Ehen. Umgekehrt können stabile Partnerschaften helfen, diese Phase im Leben einer Frau besser zu bewältigen. Dennoch ist bemerkenswert, dass die meisten Scheidungen in die Lebensspanne von 40 bis 60 Jahren fallen – genau in die Zeit, in der viele Frauen in den Wechseljahren sind bzw. diese Wechseljahre durchleben. In einer britischen Umfrage gaben sogar drei Viertel der befragten Frauen nachträglich den Wechseljahren eine Mitschuld am Scheitern ihrer Ehe. Diese Zahlen verdeutlichen, welch beträchtliches Konfliktpotenzial die Wechseljahre und ihre Auswirkungen bergen können.

Körperliche Symptome der Wechseljahre und hormonelle Veränderungen

Hormonumstellung und typische Wechseljahresbeschwerden

Die Wechseljahre sind durch eine hormonelle Umstellung gekennzeichnet: Die Eierstöcke produzieren immer weniger Östrogen und Progesteron. Diese Hormonumstellung im Klimakterium führt zu zahlreichen körperlichen Veränderungen, die als Wechseljahresbeschwerden auftreten. Typische Symptome sind etwa Hitzewallungen mit plötzlichen Schweißausbrüchen, nächtliche Schweißattacken (Nachtschweiß) und Herzklopfen, sowie Ein- und Durchschlafstörungen. Gleichzeitig verlangsamt sich der Stoffwechsel, was bei vielen Frauen zu Gewichtszunahme führen kann – oft trotz unveränderter Ernährungsgewohnheiten. Auch Veränderungen von Haut und Haar sind möglich: Dünner werdendes Haar oder verstärkter Haarausfall treten bei einigen Frauen auf. All diese körperlichen Symptome sind typische Begleiter des Klimakteriums und keine Einbildung. Dennoch sollten außergewöhnlich starke oder ungewöhnliche Beschwerden sicherheitshalber ärztlich abgeklärt werden – am besten im Gespräch mit der Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. So stellt man sicher, dass hinter den Beschwerden in den Wechseljahren nicht andere Ursachen (z.B. Erkrankungen) stecken.

Erschöpfung, Schlafstörungen und Alltagsbelastung

Viele Frauen in den Wechseljahren fühlen sich durch die Kombination der Symptome schlicht erschöpft. Tagsüber soll „funktioniert“ werden – ob im Beruf, als Mutter oder als pflegende Angehörige – doch die Kräfte schwinden. Schlafstörungen kommen erschwerend hinzu: Wenn nächtliche Hitzewallungen oder innere Unruhe den Schlaf rauben, entsteht chronischer Schlafmangel. Die Folge sind Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme und gereizte Stimmung. Wer sich durch diesen Dschungel an Symptomen kämpft, dabei in den üblichen Rollen funktionieren soll (z.B. im Job oder als Familienmanagerin), der ist in den wenigen freien Minuten des Tages oft einfach nur noch müde. Wenn sich dann auch noch Schlafstörungen einstellen, finden die betroffenen Frauen oft nicht einmal in der Nacht die so nötige Erholung. In solchen Momenten möchten sie einfach nur noch ausruhen. Für gemeinsame Aktivitäten oder Zärtlichkeiten mit dem Partner bleibt kaum Energie.

Kein Wunder also, dass in solch anstrengenden Phasen die Lust auf Sex häufig schwindet. Die Frau hat dann primär das Bedürfnis zu schlafen oder sich zurückzuziehen, statt intime Zeit mit dem Partner zu verbringen. Wichtig zu verstehen ist jedoch: Wenn eine Frau während der Wechseljahre ständig müde und lustlos ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie den Partner nicht mehr begehrt oder liebt. Meist sind es tatsächlich die körperlichen Umstände der Menopause, die das Verlangen dämpfen. Auswirkungen auf die Sexualität – beispielsweise weniger Häufigkeit oder weniger Initiative beim Geschlechtsverkehr – haben in der Regel nichts mit fehlender Liebe zu tun, sondern mit nachlassenden Kräften und Hormonschwankungen.

Emotionale Veränderungen: Stimmungsschwankungen und psychische Belastungen

Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen

Die hormonellen Veränderungen betreffen nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Viele Frauen erleben in den Wechseljahren ein ausgeprägtes Auf und Ab der Gefühle. Heftige Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit. Die Palette reicht von himmelhoch jauchzend bis zu niedergeschlagen oder depressiv verstimmt – und das teils im schnellen Wechsel. Diese emotionale Achterbahnfahrt ist für die Frau selbst anstrengend und für das Umfeld oft schwer nachvollziehbar. Reizbarkeit und Wutausbrüche können ebenso auftreten wie grundlose Traurigkeit. Außenstehende (und leider manchmal auch Ärzte) schieben solche depressiven Symptome gerne vorschnell auf externe Faktoren – etwa auf Alltagsstress oder das berühmte „Empty-Nest-Syndrom“, wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Doch häufig sind es tatsächlich die hormonellen Veränderungen, die für die psychischen Probleme verantwortlich sind. Stimmungsschwankungen und Gereiztheit gehören zu den typischen Symptomen der Wechseljahre – vergleichbar mit der Pubertät, nur dass sie in einer späteren Lebensphase auftreten und oft weniger bekannt sind.

Für die Partnerschaft sind diese Gefühlsschwankungen eine besondere Herausforderung. Der Partner weiß oft nicht, wie er mit der plötzlich weinenden oder wütenden Ehefrau umgehen soll. Manche Männer empfinden das Verhalten ihrer Partnerin sogar als „irrational“ oder überzogen und berichten anderen, die Wechseljahre seien geprägt von „irrationalen“ und „emotionalen“ Stimmungen. Hier lauert die Gefahr von Missverständnissen: Ohne Verständnis für die biologischen Ursachen könnte der Mann denken, seine Frau sei „launisch“ oder gar „verrückt“ geworden. Dabei braucht sie in Wirklichkeit Empathie – und manchmal einfach etwas Abstand oder Ruhe. Geduld und sogar Humor auf Seiten des Partners sind jetzt Gold wert.

Unsicherheit, Selbstbild und Angst vor Ablehnung

Neben den akuten Stimmungsschwankungen leidet das Selbstwertgefühl vieler Frauen. Körperliche Veränderungen wie Falten, Figurwandel oder Gewichtszunahme können am Selbstbewusstsein nagen. Nicht wenige fühlen sich in den Wechseljahren plötzlich unattraktiv und nicht mehr begehrenswert. Die Folge kann sein, dass sie Körpernähe und Sexualität bewusst vermeidet, weil sie das Gefühl hat, nicht mehr attraktiv genug zu sein. Die Frau zieht sich zurück; intime Küsse oder Berührungen werden vielleicht abgeblockt – aus Sorge, es könnte sonst zum Sex führen, wozu sie sich nicht bereit fühlt.

Diese Dynamik kann vom Partner leicht als persönliche Ablehnung missverstanden werden. Wenn die Frau keine Lust auf gemeinsame Unternehmungen hat, ständig gereizt ist oder keinen Sex mehr möchte, könnte der Mann annehmen, sie stelle die Beziehung infrage oder finde ihn nicht mehr attraktiv. In Wahrheit jedoch steckt hinter der Zurückhaltung selten fehlende Liebe. Vielmehr sind es die körperlichen und seelischen Veränderungen der Frau, die sie belasten. Wichtig ist, dies offen auszusprechen (dazu im nächsten Abschnitt mehr), damit der Partner die Situation richtig einordnen kann.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass manche Frauen die Veränderungen fast resigniert hinnehmen. Bei einer britischen Befragung gab die Hälfte der Frauen an, sie fürchte, der fehlende Sex könnte zu einer Trennung führen. Eine andere Untersuchung [De Liz, Sheila (2024): Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre. 24. Auflage, Hamburg: Rowohlt Verlag.] offenbarte, dass Frauen in China ihren verminderten Sexualtrieb als gegeben ansahen und eine Scheidung deswegen in Kauf nehmen würden. Soweit muss es natürlich nicht kommen – im Gegenteil: Mit den richtigen Schritten kann die sexuelle Zufriedenheit oft erhalten oder wiedergewonnen werden. Doch dafür muss das Problem zunächst erkannt und kommuniziert werden.

Veränderungen im Sexualleben: Weniger Lust auf Sex und neue Intimität

Libidoverlust und sexuelle Unlust in den Wechseljahren

Ein zentrales Thema ist die Auswirkung der Wechseljahre auf das Sexualleben. Viele Frauen verspüren in dieser Zeit weniger sexuelles Verlangen. Dieser Libidoverlust in den Wechseljahren hat mehrere Gründe. Zum einen fehlt durch die ständige Erschöpfung und die Stimmungsschwankungen oft die Energie und Laune für Sexualität. Zum anderen spielen physiologische Faktoren eine große Rolle: Mit sinkendem Östrogenspiegel lässt häufig auch die Durchblutung der Genitalien nach, was die Erregbarkeit mindert. Solche hormonellen Veränderungen können direkt dazu führen, dass die Lust auf Sex abnimmt. Auch die erwähnten Selbstzweifel tragen ihren Teil bei – wer sich im eigenen Körper fremd oder unattraktiv fühlt, hat verständlicherweise weniger Bedürfnis nach körperlicher Liebe.

Wichtig ist, diesen Rückgang der Lust nicht überzuinterpretieren. Weniger Sex in den Wechseljahren bedeutet nicht zwangsläufig, dass etwas mit der Partnerschaft nicht stimmt oder die Liebe erloschen ist. In der Regel sind vielmehr die vielen Wechseljahresbeschwerden – physisch wie psychisch – ursächlich für das schwindende Interesse. Expert:innen betonen, dass sexuelle Unzufriedenheit kein Automatismus sein muss: Die sexuelle Zufriedenheit steht laut Studien [De Liz, Sheila (2024): Woman on Fire: Alles über die fabelhaften Wechseljahre. 24. Auflage, Hamburg: Rowohlt Verlag.] in positivem Zusammenhang mit der ehelichen Zufriedenheit – auch in den Wechseljahren.

Wenn beide verständnisvoll damit umgehen, muss ein eingeschlafenes Intimleben nicht von Dauer sein. Einige Frauen berichten sogar, in bestimmten Phasen der Wechseljahre eine gesteigerte Libido zu verspüren – etwa dann, wenn ein relativer Überschuss an Testosteron besteht. Viele Frauen können ihre Sexualität erstmals „ungestört“ genießen oder trauen sich nun eher, ihre sexuellen Wünsche zu äußern. Zudem entfällt ab einem gewissen Punkt die Verhütungsfrage, was manchen Paaren ein neues Gefühl von Freiheit gibt. Mit offener Kommunikation und etwas Experimentierfreude lässt sich das Sexualleben neu entdecken und erfüllend gestalten, selbst wenn es zwischendurch Flauten gab.

Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Eines der größten körperlichen Hindernisse für ein intaktes Sexualleben in den Wechseljahren ist die Scheidentrockenheit. Durch den Östrogenmangel werden die Schleimhäute der Scheide dünner, trockener und empfindlicher. Die natürliche Lubrikation nimmt ab, wodurch beim Geschlechtsverkehr verstärkt Reibung entsteht. Viele Frauen leiden deshalb an Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie). Intimität wird so vom lustvollen Erlebnis zu einer unangenehmen oder sogar schmerzhaften Angelegenheit – verständlich, dass man solche Situationen lieber vermeiden möchte. Hinzu kommt: Eine trockene Scheide neigt zu kleinen Verletzungen, die Eintrittspforten für Keime bilden. Dadurch treten Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte bei Frauen in den Wechseljahren häufiger auf. Leider verschwinden Probleme wie Vaginaltrockenheit nicht von selbst; im Gegensatz zu Hitzewallungen, die nach einigen Jahren nachlassen, bleiben die Veränderungen der Vaginalschleimhaut bestehen, wenn man nichts unternimmt.

Die Statistik unterstreicht die Bedeutung dieses Themas: Etwa 50 Prozent der Frauen nach der Menopause leiden unter vaginaler Trockenheit, Reizungen oder Schmerzen beim Sex. Dennoch suchen bis zu 90% von ihnen keine ärztliche Hilfe und sprechen das Problem nicht offen an. Viele ertragen die Beschwerden still, weil sie denken, es gehöre „einfach zum Älterwerden dazu“. Dabei gibt es wirksame Abhilfe (siehe nächster Abschnitt). Wichtig für Paare ist zunächst, zu verstehen, dass hinter der sexuellen Zurückhaltung oft handfeste physische Gründe stecken. Wenn die Frau Intimität meidet, weil jede Bewegung schmerzt und sie vielleicht sogar chronische Entzündungen fürchtet, hat das nichts mit mangelnder Liebe zum Partner zu tun. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt: Druck oder Vorwürfe wären völlig fehl am Platz. Stattdessen sollten beide das Problem als medizinisches angehen – so selbstverständlich, wie man etwa bei Migräne oder Rückenschmerzen gemeinsam nach Lösungen sucht.

Offene Kommunikation: Verständnis und Unterstützung durch beide Partner

Wissen teilen: Das Thema Wechseljahre gemeinsam angehen

Ein Schlüssel, um die Partnerschaft trotz Wechseljahren harmonisch zu gestalten, ist offene Kommunikation. Oft fehlt es – wie oben beschrieben – an Wissen über die Vorgänge im Körper der Frau. Vielen Männern sind die Hormone in den Wechseljahren ein Rätsel; sie ordnen die Veränderungen eher dem allgemeinen Altern oder anderen Ursachen zu. Daher gilt: Beide Partner sollten sich informieren. Frauen tun gut daran, sich frühzeitig mit dem Thema Wechseljahre auseinanderzusetzen und auch ihren Partner ins Boot zu holen. Männern wiederum hilft schon ein Grundverständnis der biologischen Vorgänge, um die Symptome richtig einordnen zu können. In einer Befragung glaubten 90% der Männer, dass mehr Wissen über die Wechseljahre die beste „Medizin“ sei, um weniger ignorant zu sein und einen positiven Einfluss auf ihre Partnerin und sogar die Gesellschaft zu haben.

Es kann sehr entlastend sein, gemeinsam zu begreifen, dass z.B. die Reizbarkeit oder die sexuelle Unlust Auswirkungen der Hormonschwankungen sind – und keine mutwilligen „Launen“.

Reden über Bedürfnisse und Sorgen: Missverständnisse vermeiden

Neben der Wissensvermittlung ist ein offenes Gespräch über Gefühle und Bedürfnisse entscheidend. Vielen Frauen sind einige Themen jedoch peinlich: Zum Beispiel Scheidentrockenheit oder unkontrollierbare Schweißausbrüche – darüber redet man nicht gern, selbst mit dem eigenen Mann. Doch Schweigen kann dazu führen, dass der Partner die Distanz falsch interpretiert. Wenn die Frau nichts sagt, denkt er womöglich, sie habe kein sexuelles Verlangen mehr oder finde ihn nicht mehr attraktiv. Deshalb der dringende Rat: Sprechen Sie es an! Erklären Sie Ihrem Partner, was Sie gerade durchmachen – seien es körperliche Beschwerden oder Ängste und Sorgen.

Wichtig ist auch, Wünsche klar zu formulieren. Frauen sollten ihrem Partner mitteilen, was sie jetzt brauchen – sei es mehr Unterstützung im Alltag, häufiger positives Feedback (trotz aller körperlichen Veränderungen das Gefühl, noch attraktiv und begehrenswert zu sein) oder einfach Nachsicht, falls sie mal ungerecht oder launisch reagiert. Genauso dürfen Männer aussprechen, was sie empfinden: Vielleicht die Sorge, ausgeschlossen zu sein, oder die Angst, etwas falsch zu machen. Wenn beide Seiten ihre Perspektive kennen, fällt es leichter, gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Gemeinsame Lösungen: Hilfsmittel, ärztliche Unterstützung und neue Gewohnheiten

Ärztliche Behandlungen und Hormonersatztherapie (HRT)

Ein offenes Gespräch untereinander ist wichtig – doch manche Probleme sollten auch mit medizinischer Hilfe angegangen werden. Zögern Sie nicht, ärztlichen Rat zu suchen, wenn die Wechseljahresbeschwerden sehr belastend sind, sei es körperlich oder seelisch. Die Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt ist hier die erste Anlaufstelle. Sie/Er kann zum Beispiel lokale Östrogenbehandlungen gegen Scheidentrockenheit verschreiben (etwa als Creme oder Zäpfchen) oder, falls angebracht, eine Hormonersatztherapie empfehlen. Die moderne Hormonersatztherapie (HRT) arbeitet meist mit sehr niedrigen Hormon-Dosen und kann viele Beschwerden lindern – von Hitzewallungen bis zu Stimmungstiefs. Studien belegen, dass eine HRT insbesondere der Sexualität postmenopausaler Frauen zugutekommt, da sie Trockenheit reduziert und Libido sowie Befinden verbessern kann. Allerdings ist HRT nicht für jede Frau geeignet und sollte stets individuell mit der Ärztin/dem Arzt abgewogen werden (Nutzen-Risiko-Betrachtung, familiäre Vorbelastungen etc.).

Neben Hormonen können auch andere medizinische Ansätze helfen. Leidet die Frau unter starken depressiven Verstimmungen oder Angstzuständen, kann eine zeitweilige Behandlung mit Antidepressiva erwogen werden – dies jedoch nur nach sorgfältiger Diagnostik. Gegen Schlafstörungen können pflanzliche Mittel oder milde Schlafmittel zum Einsatz kommen. Wichtig ist: Niemand muss extreme seelische oder körperliche Beschwerden einfach aushalten, nur weil „es halt die Wechseljahre sind“. Sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über alle Symptome, seien sie körperlicher oder psychischer Natur. In manchen Fällen reicht schon ein klärendes Gespräch oder ein einfacher Bluttest (z.B. um Schilddrüsenprobleme auszuschließen), um Erleichterung zu bringen.

Pflanzliche Mittel zur Linderung der Beschwerden

Viele Frauen wünschen sich eine sanfte, hormonfreie Unterstützung in den Wechseljahren – abseits klassischer Präparate. Tatsächlich gibt es inzwischen eine Reihe wirksamer pflanzlicher Mittel, die typische Symptome der Wechseljahre lindern können.

Eine moderne Alternative ist das Nahrungsergänzungsmittel Safralind® Meno, das gezielt für Frauen in den Wechseljahren entwickelt wurde. Es kombiniert hochwertigen Safran-Extrakt, der stimmungsaufhellend wirkt, mit Salbei, Vitamin B6 und D, Magnesium und Calcium, um das hormonelle Gleichgewicht sanft zu unterstützen. Studien zeigen, dass Safran zur Linderung von depressiven Symptomen, innerer Unruhe, Hitzewallungen und Schlafproblemen beitragen kann – Beschwerden, die viele Frauen in dieser Phase stark belasten. Die Inhaltsstoffe von Safralind Meno zielen auf die emotionalen und körperlichen Begleiterscheinungen der Wechseljahre ab und bieten eine pflanzliche Hilfe, wenn Hormone keine Option sind oder ergänzend gewünscht werden. Besonders bei Stimmungsschwankungen, Schlafmangel und verminderter Lebensfreude kann die regelmäßige Einnahme helfen, mehr innere Balance zu finden – ganz ohne Hormone

Nicht zuletzt: Humor hilft! Wenn der Körper gelegentlich nicht mitspielt (auch Männer kennen ihre „Wechseljahre“), dann darf auch mal gemeinsam gelacht werden. Diese Zeit des Wandels verliert viel an Schwere, wenn man ihr mit einem Augenzwinkern begegnet – gemeinsam als Paar.

Neue Chancen: Die Wechseljahre als gemeinsame Entwicklung

Zusammen wachsen: Die Beziehung neu entdecken

So anstrengend die Wechseljahre als Belastungsprobe auch sein mögen, sie können die Partnerschaft langfristig sogar stärken. Viele Paare berichten, dass sie durch das gemeinsame Bewältigen dieser Zeit des Wandels enger zusammengerückt sind und eine tiefere emotionale Verbindung entwickelt haben. Wenn man Höhen und Tiefen zusammen durchgestanden hat, schafft das Vertrauen und Zusammenhalt. Die offene Kommunikation über intime Themen führt oft dazu, dass beide Partner einander so gut kennenlernen wie nie zuvor. Plötzlich spricht man über Gefühle, Ängste, Wünsche – etwas, das im Alltag vorher vielleicht zu kurz kam. Indem Sie Ihre Beziehung in dieser Phase aktiv gestalten, haben Sie die Chance, als Paar ganz neue Seiten aneinander neu zu entdecken.

Auch das Sexualleben kann einen Neuanfang erfahren. Statt rein mechanisch dem „Pflichtprogramm“ nachzugehen, können Paare jetzt kreativ werden und herausfinden, was ihnen wirklich Spaß macht. Vielleicht wird Zärtlichkeit wichtiger als Leistungsdruck, oder man probiert lang gehegte Fantasien aus, für die früher keine Gelegenheit war. Ohne die Sorge um Verhütung und mit mehr freier Zeit (wenn z.B. die Kinder aus dem Haus sind) eröffnen sich Freiräume, die Sie für eine erfüllte Zweisamkeit nutzen können. Entscheidend ist der Perspektivwechsel: Sehen Sie die Menopause nicht nur als Ende der Fruchtbarkeit, sondern auch als Beginn eines neuen Kapitels. Es geht nun weniger um Familienplanung, sondern um Sie als Paar. Das kann sehr befreiend sein.

Übrigens gibt es auch positive Nebeneffekte: In einer Umfrage gab jeder zehnte Mann an, die Wechseljahre seiner Frau hätten einen positiven Einfluss auf ihn selbst, seine Partnerin und ihre Beziehung gehabt. Offenbar gelingt es einigen, aus der Krise neue Kraft zu schöpfen und Verbundenheit zu gewinnen. Vielleicht entdecken Sie ein gemeinsames Hobby oder haben endlich Zeit, längst Aufgeschobenes gemeinsam anzugehen – seien es Reisen, Tanzen oder andere Aktivitäten. Jetzt ist die Gelegenheit, nochmals bewusst in die Partnerschaft zu investieren, anstatt auseinanderzudriften.

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