Haarausfall bei Frauen: Ursachen erkennen und verstehen

Frau prüft ihr Haar

Wenn plötzlich mehr Haare im Abfluss, in der Bürste oder auf dem Kopfkissen liegen, löst das oft Sorge aus. Haarausfall bei Frauen ist mehr als ein kosmetisches Thema – für viele Frauen ist volles Haar ein Stück Identität und Selbstsicherheit. Umso belastender ist es, wenn das Haar dünner wird. Die gute Nachricht vorweg: In vielen Fällen ist die Ursache des Haarausfalls gut fassbar, und wenn man sie kennt, lässt sich häufig etwas verändern.

Die Ursachen sind vielfältig. Sie reichen von den Genen über Hormone und Nährstoffe bis zu Schilddrüse, Medikamenten und seelischer Belastung. Ein sehr häufiger Auslöser ist etwa anhaltende Anspannung – mehr dazu lesen Sie im Beitrag zu Haarausfall durch Stress. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die häufigsten Ursachen für Haarausfall bei Frauen, zeigt typische Muster und macht deutlich, wann ein Arztbesuch sinnvoll ist.

Ab wann spricht man von Haarausfall bei Frauen?

Nicht jedes verlorene Haar ist ein Grund zur Sorge. Bis zu rund 100 Haare pro Tag zu verlieren gilt als völlig normal, denn jedes Haar durchläuft einen natürlichen Zyklus aus Wachstum, Übergang und Ruhe. Erst wenn über längere Zeit deutlich mehr Haare ausfallen oder sichtbar weniger nachwachsen, spricht man von krankhaftem Haarausfall (Fachbegriff: Effluvium beziehungsweise Alopezie).

Jedes Haar wächst über mehrere Jahre (Anagenphase), geht dann in eine kurze Übergangsphase über und fällt am Ende der Ruhephase (Telogenphase) aus. Normalerweise befinden sich rund 85 Prozent der Kopfhaare in der Wachstumsphase (Anagenphase), etwa 1 Prozent in der Übergangsphase (Katagenphase) und rund 14 Prozent in der Ruhephase (Telogenphase). Verschiebt sich dieses Gleichgewicht, kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen.

Schaubild Haarzyklus Phasen

Ein einfacher Anhaltspunkt: Fallen die Haare über Wochen büschelweise aus, lichtet sich das Haar sichtbar oder zeigen sich kahle Stellen, sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Ein kurzfristig erhöhter Haarverlust – etwa nach einem Infekt – ist dagegen oft harmlos und vorübergehend.

Wer sich unsicher ist, kann den Verlust grob beobachten: Sammeln Sie die ausgefallenen Haare über einige Tage und achten Sie darauf, ob es tendenziell weniger werden. Diese Selbstbeobachtung ersetzt keine Diagnose, gibt aber ein Gefühl dafür, ob der Haarausfall zunimmt oder abklingt. Für eine verlässliche Einordnung sorgt erst die ärztliche Untersuchung.

Erblich bedingter Haarausfall: die häufigste Ursache

Die häufigste Ursache für Haarausfall bei Frauen ist der erblich bedingte Haarausfall, medizinisch androgenetische Alopezie genannt. Vererbt wird dabei nicht der Haarausfall selbst, sondern eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber bestimmten Hormonen. Diese Art von Haarausfall entwickelt sich langsam und über Jahre.

Verantwortlich ist eine genetisch veranlagte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Abbauprodukt des männlichen Hormons Testosteron. Auch der weibliche Körper bildet in geringen Mengen solche Androgene. Reagieren die Haarwurzeln empfindlich, verkürzt sich ihre Wachstumsphase, die Haare werden feiner und kürzer, bis sie schließlich ganz ausbleiben.

So zeigt sich anlagebedingter Haarausfall bei Frauen

Anlagebedingter Haarausfall verläuft bei Frauen und Männern unterschiedlich. Während Männer typischerweise Geheimratsecken und eine Glatze am Oberkopf entwickeln, bleibt bei Frauen der vordere Haaransatz meist erhalten. Stattdessen wird das Haar entlang des Mittelscheitels dünner – der Scheitel wirkt breiter, das Deckhaar lichter. Vollständig kahle Stellen sind bei Frauen selten.

Genetisch bedingter Haarausfall tritt bei Frauen häufig erst später auf als bei Männern, oft rund um die Wechseljahre, wenn der Schutz durch die weiblichen Hormone nachlässt. Der erblich bedingte Haarausfall ist nicht heilbar, lässt sich aber ärztlich behandeln. Deshalb lohnt sich eine frühe Abklärung bei der Dermatologin oder dem Dermatologen.

Diffuser Haarausfall: wenn sich das ganze Haar lichtet

Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar gleichmäßig über den gesamten Kopf aus, ohne kahle Stellen oder einen klaren Scheitelverlust. Fachlich spricht man vom Telogeneffluvium: Zu viele Haare gehen gleichzeitig in die Ruhephase über und fallen dann vermehrt aus. Diese Form von Haarausfall ist meist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit.

Bei diffusem Haarausfall stecken die Auslöser häufig einige Wochen bis Monate zurück. Der Körper reagiert oft zeitverzögert: Ein belastendes Ereignis heute kann sich erst zwei bis drei Monate später als Haarausfall zeigen. Genau das macht die genaue Ursache manchmal schwer erkennbar.

Typische Auslöser für diffusen Haarausfall sind:

  • fieberhafte Infekte oder Operationen
  • strenge Diäten und Nährstoffmängel
  • Schilddrüsenstörungen
  • hormonelle Umstellungen (etwa nach der Geburt oder nach Absetzen der Antibabypille)
  • bestimmte Medikamente
  • starke körperliche oder seelische Belastung

Die gute Nachricht: Beim diffusen Haarausfall ist die Chance auf Besserung hoch. Wird die zugrunde liegende Ursache behoben, erholen sich die Haarwurzeln in der Regel wieder. Bis das Haar sichtbar nachwächst, können allerdings einige Monate vergehen.

Hormonelle Umstellungen als Auslöser

Hormonelle Veränderungen sind ein sehr häufiger Grund, warum Frauen Haarausfall entwickeln. Die weiblichen Hormone, allen voran die Estrogene, halten das Haar in der Wachstumsphase. Sinkt ihr Spiegel, verschiebt sich das Gleichgewicht zugunsten der männlichen Hormone – und das Haar wird dünner.

Wechseljahre und Klimakterium

Rund um die Wechseljahre (Klimakterium) sinkt der Estrogenspiegel deutlich. Viele Frauen bemerken in dieser Zeit, dass ihr Haar an Fülle verliert. Weil hier oft mehrere Faktoren zusammenkommen, haben wir diesem Thema einen eigenen Beitrag zu Haarausfall in den Wechseljahren gewidmet.

Nach der Geburt und nach Absetzen der Pille

Während der Schwangerschaft sorgen hohe Hormonspiegel oft für besonders volles Haar. Nach der Geburt fällt dieser Spiegel rasch ab, und viele Haare gehen gleichzeitig in die Ruhephase über. Dieser postpartale Haarausfall ist meist vorübergehend und normalisiert sich innerhalb einiger Monate von selbst. Auch das Absetzen der Antibabypille kann eine ähnliche hormonelle Umstellung und damit vorübergehenden Haarausfall auslösen.

Ein wichtiger Hinweis: In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Nahrungsergänzungsmittel nur nach Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einnehmen. Safralind® Hair Complex ist für Schwangere und Stillende ausdrücklich nicht geeignet.

Nährstoffmangel: Eisen, Zink, Biotin und Vitamine

Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann Haarausfall verursachen, weil die Haarwurzeln zu den stoffwechselaktivsten Zellen des Körpers gehören und auf eine gute Versorgung angewiesen sind. Fehlen wichtige Bausteine, drosselt der Körper das Haarwachstum zuerst – Haare sind für das Überleben eben nicht lebensnotwendig.

Besonders relevant ist Eisen. Ein Eisenmangel zählt zu den häufigsten ernährungsbedingten Ursachen für Haarausfall bei Frauen, gerade bei starker Monatsblutung. Eisen und Vitamin C tragen dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern – ein niedriger Eisenspiegel macht sich oft zuerst durch Erschöpfung bemerkbar.

Weitere Nährstoffe mit Bezug zum Haar:

  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei und ist an der Zellteilung beteiligt.
  • Biotin (Vitamin B7) trägt zur Erhaltung normaler Haare bei und spielt eine Rolle bei der Keratinbildung.
  • Kupfer trägt zur Erhaltung einer normalen Haarpigmentierung bei und schützt die Zellen vor oxidativem Stress.
  • Vitamin D und weitere B-Vitamine werden in der Forschung ebenfalls mit der Haargesundheit in Verbindung gebracht.

Wichtig zu wissen: Nährstoffe helfen dort, wo tatsächlich ein Mangel besteht. Ob ein solcher vorliegt, zeigt eine Blutuntersuchung. Eine ausgewogene Ernährung ist die Grundlage – Nahrungsergänzungsmittel können sie ergänzen, aber nicht ersetzen.

Schilddrüse: Unter- und Überfunktion

Eine gestörte Schilddrüse ist eine oft übersehene Ursache für Haarausfall. Sowohl eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) als auch eine Überfunktion können das Haar dünner werden lassen, weil die Schilddrüsenhormone den gesamten Stoffwechsel und damit auch das Haarwachstum steuern.

Bei einer Unterfunktion wächst das Haar oft langsamer nach und wirkt insgesamt matt und trocken; manche Frauen bemerken zusätzlich Müdigkeit, Frieren oder Gewichtszunahme. Eine Überfunktion kann ebenfalls zu diffusem Haarausfall führen, häufig begleitet von innerer Unruhe, Herzklopfen oder Gewichtsverlust.

Der Vorteil: Schilddrüsenstörungen lassen sich mit einer Blutuntersuchung gut erkennen und ärztlich behandeln. Ist die Schilddrüse wieder im Gleichgewicht, erholt sich meist auch das Haar. Deshalb gehört bei unklarem, anhaltendem Haarausfall die Schilddrüse zu den ersten Dingen, die abgeklärt werden sollten.

Stress als Auslöser für Haarausfall

Anhaltender Stress kann Haarausfall auslösen, indem er viele Haarwurzeln vorzeitig in die Ruhephase versetzt. Etwa zwei bis drei Monate nach einer besonders belastenden Phase zeigt sich der Verlust dann als diffuse Ausdünnung. Betroffen sind sowohl Frauen als auch Männer.

Sowohl körperlicher Stress (etwa nach einer Operation oder schweren Erkrankung) als auch seelische Belastung können diesen Mechanismus in Gang setzen. Das Tückische daran: Der Haarausfall selbst wird oft zu einer zusätzlichen Belastung, sodass ein Kreislauf entstehen kann. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit Anspannung – etwa durch ausreichend Schlaf, Bewegung, Entspannungsübungen und, wenn nötig, professionelle Unterstützung.

An dieser Stelle setzt auch der Safran-Extrakt affron® an: Safran trägt zur emotionalen Balance und einer guten Stimmung bei. Er ersetzt keine Therapie, kann aber im Alltag als Baustein zum seelischen Wohlbefinden beitragen – ein Aspekt, der bei stressbedingtem Haarausfall eine Rolle spielt. Wie genau der Zusammenhang aussieht, vertieft der Beitrag zu Haarausfall durch Stress.

Medikamente und Erkrankungen

Nicht immer liegen die Ursachen im Hormonhaushalt oder in der Ernährung. Manche Medikamente können Haarausfall als Nebenwirkung haben, und einige Erkrankungen zeigen sich unter anderem am Haar. Diese weiteren Ursachen sind seltener, aber wichtig zu kennen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Der kreisrunde Haarausfall, medizinisch Alopecia areata, ist eine Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem richtet sich gegen die eigenen Haarwurzeln. Typisch sind ein oder mehrere scharf begrenzte, münzgroße kahle Stellen, die oft plötzlich auftreten. Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich nicht um einen Nährstoff- oder Pflegemangel, sondern um eine eigenständige Erkrankung, die dermatologisch abgeklärt und behandelt gehört. Für Diagnostik und Therapie gibt es eine eigene medizinische Leitlinie.

PCOS und hormonelle Erkrankungen

Beim polyzystischen Ovarsyndrom (PCOS) produziert der Körper vermehrt männliche Hormone. Das kann bei betroffenen Frauen zu haarausfallähnlichen Mustern am Oberkopf führen, oft zusammen mit unreiner Haut oder unregelmäßigem Zyklus. Auch hier ist die ärztliche Abklärung der richtige Weg.

Medikamente und Chemotherapie

Verschiedene Medikamente können Haarausfall verursachen – darunter bestimmte Blutdrucksenker wie Betablocker, Blutverdünner, manche Hormonpräparate oder eine Chemotherapie. Der ausgeprägte Haarverlust während einer Chemotherapie ist bekannt, bildet sich nach Ende der Behandlung aber meist wieder zurück. Setzen Sie verordnete Medikamente nie eigenmächtig ab, sondern besprechen Sie einen möglichen Zusammenhang mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Weitere Ursachen: Zug, Reizung und Lebensstil

Es gibt weitere Ursachen, die eher im Alltag liegen. Dauerhaft straff gebundene Frisuren, sehr enge Zöpfe oder ständiger Zug an den Haaren können die Haarwurzeln mechanisch schädigen und so Haarausfall auslösen. Auch eine gereizte oder entzündete Kopfhaut, etwa durch eine Pilzinfektion, kann eine Rolle spielen. Und schließlich wirken sich Lebensstilfaktoren aus: Einseitige Ernährung, Schlafmangel und Tabakrauchen belasten den Stoffwechsel der Kopfschwarte und können vermehrten Haarverlust begünstigen. Die Ursachen sind also vielfältig – oft kommen mehrere Faktoren zusammen.

Ursachen im Überblick: Muster erkennen, richtig reagieren

Die folgende Tabelle fasst die häufigsten Ursachen von Haarausfall, ihr typisches Muster und Anhaltspunkte für einen Arztbesuch zusammen. Sie ersetzt keine Diagnose, hilft aber bei der ersten Einordnung.

UrsacheTypisches MusterWann zum Arzt?
Erblich bedingt (androgenetische Alopezie)langsame Ausdünnung am Mittelscheitelbei sichtbar breiter werdendem Scheitel
Diffuser Haarausfall (Telogeneffluvium)gleichmäßige Ausdünnung am ganzen Kopfwenn er länger als ein halbes Jahr anhält
Hormonell (Wechseljahre, nach Geburt, Pille)diffuse Ausdünnung nach hormoneller Umstellungbei starkem oder langem Verlauf
Nährstoffmangel (Eisen, Zink, Biotin)diffuse Ausdünnung, oft mit Müdigkeitzur Bestimmung der Blutwerte
Schilddrüse (Unter-/Überfunktion)mattes Haar, zusätzliche Beschwerdenbei Verdacht immer abklären lassen
Stressdiffuse Ausdünnung, Wochen nach Belastungwenn er nicht von selbst nachlässt
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)scharf begrenzte kahle Stellenrasch dermatologisch abklären

Was hilft bei Haarausfall bei Frauen?

Der wichtigste Schritt bei Haarausfall ist, die genaue Ursache zu klären – denn nur dann lässt sich die passende Behandlung finden. Was bei anlagebedingtem Haarausfall hilft, nützt bei einem Nährstoffmangel oder einer Schilddrüsenstörung wenig. Eine pauschale „beste" Lösung gibt es deshalb nicht.

Ursache abklären lassen. Erste Anlaufstelle ist die dermatologische Praxis. Mit Anamnese, Blutuntersuchung und gegebenenfalls einem Trichogramm (einer Untersuchung ausgezupfter Haare) oder einer Kopfhaut-Untersuchung lässt sich die Art des Haarausfalls bestimmen. Auf dieser Basis kann eine gezielte Behandlung erfolgen.

Ernährung und Nährstoffe. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Eisen, Zink und Vitaminen bildet die Grundlage für gesundes Haar. Liegt ein nachgewiesener Mangel vor, kann eine gezielte Nährstoffzufuhr sinnvoll sein.

Stress reduzieren. Da seelische Belastung Haarausfall begünstigen kann, gehören Erholung, Schlaf und Stressmanagement zu jeder sinnvollen Strategie.

Dermatologische Therapien. Je nach Ursache kommen ärztlich verordnete Wirkstoffe wie Minoxidil oder, in bestimmten Fällen, eine Haartransplantation infrage. Diese Optionen gehören in fachkundige Hände und werden individuell abgewogen.

In dieses Gesamtbild ordnet sich auch Safralind® Hair Complex ein – ein Nahrungsergänzungsmittel, das gemeinsam mit dem Haarexperten Khaled Hamid entwickelt wurde und auf zwei Säulen setzt. Zum einen liefert es Mikronährstoffe wie Biotin und Zink, die zur Erhaltung normaler Haare beitragen, sowie Kupfer, das zur Erhaltung einer normalen Haarpigmentierung beiträgt. Zum anderen enthält es den standardisierten Safran-Extrakt affron®, der zur emotionalen Balance und einer guten Stimmung beiträgt – gerade bei stressbedingtem Haarverlust ein Thema. Als Nahrungsergänzungsmittel ist es kein Arzneimittel und ersetzt weder die Abklärung der Ursache noch eine ärztliche Therapie. Für Schwangere und Stillende ist es nicht geeignet.

Häufige Fragen zu Haarausfall bei Frauen

Bis zu rund 100 Haaren pro Tag zu verlieren, gilt als normal. Diese Zahl schwankt je nach Haarlänge, Waschrhythmus und Tagesform. Erst wenn Sie über Wochen deutlich mehr Haare verlieren, das Haar sichtbar dünner wird oder kahle Stellen entstehen, sollten Sie den Haarausfall ärztlich abklären lassen.

Am häufigsten steckt hinter ernährungsbedingtem Haarausfall bei Frauen ein Eisenmangel, gerade bei starker Monatsblutung. Auch Zink, Biotin, Vitamin D und weitere B-Vitamine werden mit der Haargesundheit in Verbindung gebracht. Ob tatsächlich ein Mangel besteht, zeigt nur eine Blutuntersuchung – die Einnahme von Präparaten „auf Verdacht" ist wenig sinnvoll.

Sinnvoll sind meist Eisen beziehungsweise der Speicherwert Ferritin, das Blutbild, die Schilddrüsenwerte sowie je nach Situation Zink, Vitamin D und Hormonwerte. Welche Werte konkret nötig sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand Ihrer Beschwerden und Vorgeschichte.

In den meisten Fällen ja. Beim diffusen Haarausfall sind die Haarwurzeln in der Regel nicht dauerhaft geschädigt. Wird die Ursache behoben – etwa ein Nährstoffmangel ausgeglichen oder eine belastende Phase überstanden – erholt sich das Haarwachstum meist. Bis das sichtbar wird, können jedoch mehrere Monate vergehen.

Ja. Beim erblich bedingten Haarausfall entwickeln Männer typischerweise Geheimratsecken und eine Glatze am Oberkopf, während bei Frauen der Haaransatz meist erhalten bleibt und sich vor allem der Mittelscheitel lichtet. Die Ursachen von Haarausfall sind bei Männern und Frauen ähnlich, das Muster unterscheidet sich jedoch deutlich.

Viele Frauen bemerken rund um die Wechseljahre dünner werdendes Haar. Grund ist der sinkende Estrogenspiegel, der das Gleichgewicht zugunsten der männlichen Hormone verschiebt. Das ist häufig, sollte bei starkem Verlust aber trotzdem abgeklärt werden, um andere Ursachen wie eine Schilddrüsenstörung auszuschließen.

Die erste Anlaufstelle ist die dermatologische Praxis (Hautärztin oder Hautarzt), da sie auf Haare und Kopfhaut spezialisiert ist. Je nach Ursache können weitere Fachrichtungen hinzukommen, etwa bei Verdacht auf eine hormonelle Störung. Auch die Hausarztpraxis kann eine erste Blutuntersuchung veranlassen.

Quellenverzeichnis

  • Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Haarausfall – Ursachen und Behandlung. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/haarausfall.html
  • gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit / IQWiG): Anlagebedingter Haarausfall bei der Frau. https://gesund.bund.de/anlagebedingter-haarausfall-bei-der-frau
  • AWMF-Leitlinienregister: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Alopecia areata (Nr. 013-104). https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-104
  • Lopresti, A. L., & Smith, S. J. (2022). An examination into the mental and physical effects of a saffron extract (affron®) in recreationally-active adults. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 19(1), 219–238. https://doi.org/10.1080/15502783.2022.2083455
  • Lopresti, A. L., Smith, S. J., Marx, W., Díez-Municio, M., & Morán-Valero, M. I. (2025). An examination into the effects of a saffron extract (affron®) on mood and general wellbeing in adults experiencing low mood. The Journal of Nutrition. https://doi.org/10.1016/j.tjnut.2025.05.024

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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