PMS bezeichnet ein Prämenstruelles Syndrom, also eine Gruppe körperlicher und psychischer Symptome, die typischerweise einige Tage vor der Monatsblutung auftreten und mit Beginn der Periode wieder abklingen. Viele Frauen im gebärfähigen Alter kennen diese Beschwerden: Stimmungsschwankungen, Unterleibsschmerzen, empfindliche Brüste oder Heißhunger in den Tagen vor der Menstruation sind keine Seltenheit. Bei etwa 20-50 % der Frauen im gebärfähigen Alter haben diese PMS-Beschwerden Krankheitswert – und etwa 5 % leiden an einer schweren Form (PMDS). In diesem Artikel erfährst du, welche Symptome beim PMS auftreten, worin die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) besteht und vor allem, was betroffene Frauen tun können, um die Beschwerden zu lindern.
Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS)
PMS kann sich mit sehr vielfältigen Symptomen bemerkbar machen – insgesamt sind über 150 verschiedene Symptome dokumentiert. Dabei treten bei jeder Frau andere Beschwerden auf, und sogar von Monat zu Monat können sich Art und Ausmaß unterscheiden. Grundsätzlich lassen sich die Beschwerden des PMS in zwei Kategorien einteilen: körperliche Symptome und psychische Symptome. Oft zeigen sich beide gleichzeitig.
Typische körperliche PMS-Symptome
Zu den häufigsten körperlichen Symptomen von PMS zählen Spannungsgefühle in den Brüsten (Brustspannen), Unterleibsschmerzen oder Krämpfe, Kopfschmerzen oder Migräne, Rückenschmerzen, Hautunreinheiten (z. B. Pickel) und Wassereinlagerungen im Gewebe. Viele Frauen fühlen sich in dieser Zeit regelrecht aufgequollen, weil der Körper vermehrt Wasser einlagert – sie fühlen sich „aufgedunsen“ und nehmen vorübergehend sogar etwas an Gewicht zu. Auch Übelkeit, Verdauungsbeschwerden (Blähbauch, Verstopfung) oder Heißhungerattacken gehören zu den möglichen körperlichen PMS-Symptomen. Auch das sexuelle Verlangen kann sich verändern – mehr dazu unter PMS und Libido.
Typische psychische PMS-Symptome
Die psychischen Beschwerden bei PMS können ebenso belastend sein wie die physischen. Viele Frauen mit PMS fühlen sich in den Tagen vor der Regel gereizt, launisch oder haben unerklärliche Stimmungsschwankungen. Stimmung und Selbstbewusstsein können „in den Keller rutschen“, man ist schneller traurig oder nahe am Wasser gebaut. Typisch sind auch erhöhte Reizbarkeit, innere Anspannung, Ängste oder depressive Verstimmungen. Einige Frauen berichten von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Antriebslosigkeit und starker Müdigkeit in dieser Zeit. Diese PMS-Symptome beginnen typischerweise in der zweiten Zyklushälfte – also etwa 10 bis 14 Tage vor der Menstruation – und steigern sich kurz vor der Regelblutung. Mit dem Beginn der Periode flachen sie dann ab und verschwinden meist vollständig innerhalb der ersten Tage der Menstruation.
Ursachen für das prämenstruelle Syndrom
Wodurch genau PMS ausgelöst wird, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Klar ist jedoch, dass Hormonschwankungen im weiblichen Zyklus eine zentrale Rolle spielen. In jedem Menstruationszyklus kommt es nach dem Eisprung zu einem starken Anstieg und Fall der Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen. Viele Frauen reagieren besonders empfindlich auf diese Hormonschwankungen. Das prämenstruellen Syndrom tritt also in der Phase nach dem Eisprung auf, wenn das Hormonlevel zunächst hoch ist und dann rapide abfällt. Diese Schwankungen beeinflussen auch andere Körpervorgänge: So führt ein hoher Progesteronspiegel dazu, dass vermehrt Aldosteron ausgeschüttet wird – ein Hormon, das Salz- und Wasserhaushalt reguliert. Ein Überschuss an Aldosteron kann Wassereinlagerungen im Gewebe und das typische „Aufgedunsen“-Gefühl verursachen. Kurz gesagt: Das hormonelle Auf und Ab in der zweiten Zyklushälfte scheint die hauptsächliche Ursache der körperlichen und emotionalen Reaktionen beim PMS zu sein.
Allerdings sind Hormone nur ein Teil der Erklärung. Forscher vermuten, dass auch neurobiologische Faktoren beteiligt sind. Zum Beispiel wurde festgestellt, dass Frauen mit PMS und insbesondere mit PMDS oft niedrigere Serotonin-Spiegel aufweisen. Serotonin ist ein Neurotransmitter (Botenstoff im Gehirn), der Stimmung und Emotionen beeinflusst. Ein Mangel daran könnte die Reizbarkeit und Verstimmungszustände vor der Periode mitverursachen. Außerdem spielt die individuelle Veranlagung eine Rolle: Einige Frauen haben genetische Faktoren, die sie anfälliger für PMS machen. Auch ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Magnesium oder Kalzium wurde mit PMS in Verbindung gebracht. Letztlich handelt es sich bei PMS nicht um eine Erkrankung mit einer einzigen klaren Ursache, sondern um ein Zusammenspiel von hormonellen, genetischen und biochemischen Faktoren. Warum genau die Symptome in dieser Form auftreten, ist schlecht zu bestimmen – zumal viele der Beschwerden (von Stimmungsschwankungen bis Kopfschmerz) auch andere Ursachen haben können.
PMS und PMDS - die schwere Form des prämenstruellen Syndroms
Vielleicht hast du schon von PMDS gehört – der prämenstruellen dysphorischen Störung. Dabei handelt es sich um eine besonders schwere Form des PMS, unter der schätzungsweise 3-8 % der Frauen leiden. Die Abkürzung PMDS (englisch: PMDD) bezeichnet ein PMS, das so ausgeprägt ist, dass es nahezu krankheitswertige depressive Züge annimmt. Medizinisch gesehen kann PMDS den depressiven Störungen zugeordnet werden. Frauen mit PMDS fühlen sich in der Phase vor der Monatsblutung nicht nur etwas launisch, sondern erleben gravierende psychische Veränderungen bis hin zur Wesensveränderung. Im Gegensatz zum „normalen“ PMS reichen die Symptome bei PMDS oft aus, um den Alltag massiv zu beeinträchtigen. Viele betroffene Frauen können in diesen Tagen ihren beruflichen oder familiären Verpflichtungen kaum noch nachkommen. Partnerschaften und Sozialleben leiden erheblich unter den wiederkehrenden Krisen. Im extremsten Fall können PMDS-Patientinnen sogar unter schweren depressiven Gedanken bis hin zu Suizidgedanken leiden. Es handelt sich also nicht um „ein bisschen schlechte Laune“, sondern um eine schwere Form von PMS, die unbedingt behandlungsbedürftig ist.
Eine klare Grenze zwischen PMS und PMDS gibt es fließend. Im Grunde handelt es sich um ein Spektrum: PMDS ist die schwere Form des prämenstruellen Syndroms, bei der psychische Symptome dominieren und in ihrer Intensität stark ausgeprägt sind. Wenn du dich fragst, ob es sich bei deinen Beschwerden um PMS oder PMDS handelt, hilft vor allem der Blick auf die Stärke der Symptome und ihre Auswirkungen: PMS-Symptome sind unangenehm, aber meistern die meisten Frauen noch aus eigener Kraft. Bei einer PMDS hingegen fühlen sich Frauen oft völlig überwältigt von ihren Emotionen und regelrecht „wie ausgewechselt“. Wichtig ist auch der Zeitraum: Symptome des PMS treten – per Definition – nur in der Phase vor den Tagen auf und verschwinden kurz nach Einsetzen der Periode wieder. Genau das ist bei der Diagnostik von PMDS entscheidend (dazu gleich mehr). Wenn jedoch über längere Zeit anhaltende Depressionen oder Angststörungen bestehen, die nicht an den Zyklus gekoppelt sind, muss natürlich auch an andere psychische Erkrankungen gedacht werden.
Diagnose von PMS und PMDS
Es gibt keinen speziellen Labortest oder Biomarker, um PMS festzustellen – die Diagnose von PMS stützt sich ausschließlich auf das Muster der Symptome. Deine Frauenärztin oder dein Frauenarzt wird dich also zunächst ausführlich nach deinen Beschwerden fragen. Typischerweise werden Frauen mit PMS gebeten, ein Symptomtagebuch zu führen. Dabei notierst du täglich über mindestens zwei Menstruationszyklen hinweg, welche körperlichen und seelischen Veränderungen auftreten. Anhand der Symptome und vor allem anhand ihres zeitlichen Auftretens lässt sich PMS gut erkennen: Treten die Beschwerden in den meisten der 10-14 Tage vor der Monatsblutung auf und verschwinden sie jeweils kurz nach Beginn der Blutung, spricht dies stark für PMS. Der Arzt kann so PMS von anderen Stimmungsschwankungen unterscheiden und feststellen, ob die Kriterien erfüllt sind. Gleichzeitig dient das Tagebuch später dazu, den Erfolg von Maßnahmen oder Behandlungen zu überprüfen.
Behandlung und Linderung: Was hilft bei PMS-Beschwerden?
PMS-Beschwerden lindern – das wünschen sich wohl alle Betroffenen. Leider gibt es kein Patentrezept, denn eine Behandlung, die bei allen Frauen wirksam ist, gibt es nicht. Jede Frau reagiert etwas unterschiedlich auf Therapien, und manchmal braucht es ein bisschen Ausprobieren. Die gute Nachricht: Es steht eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, um die Symptome zu lindern. Grundsätzlich lässt sich dabei zwischen allgemeinen Lebensstil-Tipps, Hausmitteln und Medikamenten unterscheiden. Oft ist eine Kombination am effektivsten. Im Folgenden schauen wir uns an, was du selbst tun kannst und welche Behandlungen die Medizin bietet.
Lebensstil und Hausmittel bei PMS
Viele Frauen mit PMS können ihre Beschwerden bereits durch Anpassungen im Alltag deutlich bessern. An erster Stelle stehen ausreichend Schlaf und Stressreduktion. Gönn dir in den Tagen vor der Periode bewusst mehr Ruhe und verzichte – soweit möglich – auf zusätzliche Stressfaktoren. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training können helfen, Anspannung und Gereiztheit abzubauen. Auch regelmäßige Bewegung wirkt oft Wunder: Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Ausdauersport (z. B. Joggen, Radfahren, Schwimmen) PMS-Symptome merklich lindern kann.
Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Viele Frauen berichten, dass sie sich besser fühlen, wenn sie in den PMS-Tagen auf Alkohol und Nikotin verzichten und Koffein nur in Maßen konsumieren. Auch sehr zucker- oder salzhaltige Speisen sind jetzt nicht ideal – zu viel Salz fördert z. B. Wassereinlagerungen und Blähungen. Greif stattdessen zu einer ausgewogenen, vitaminreichen Kost: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarmes Eiweiß und genügend Flüssigkeit tun gut. Insbesondere Vitamin B6 scheint Einfluss auf das Prämenstruelle Syndrom zu haben. Es steckt etwa in Nüssen, Hülsenfrüchten, Fisch (z. B. Lachs) und Bananen. Allerdings solltest du Vitamin-B6-Präparate nur in Rücksprache mit dem Arzt einnehmen – in hoher Dosierung kann dieses Vitamin nämlich sogar schaden. Als Nahrungsergänzung werden bei PMS verschiedene Mittel diskutiert: Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), Vitamin B6, Vitamin E, Magnesium oder Kalzium.
Unterstützung durch Safralind Pre Days
Safralind® PRE DAYS ist ein besonders wirksames Nahrungsergänzungsmittel für Frauen, die unter PMS und den damit verbundenen Beschwerden leiden. Es hilft, die Symptome des prämenstruellen Syndroms in den Tagen vor der Menstruation zu lindern. Die enthaltenen Inhaltsstoffe, wie SAFRAN, tragen zur Verbesserung der Stimmung und zur Förderung eines gesunden Schlafs bei, während der Extrakt aus MÖNCHSPFEFFER das körperliche Wohlbefinden stärkt. Magnesium und Vitamin B6 wirken entspannend auf die Muskulatur und können helfen, körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Brustspannen und Reizbarkeit zu reduzieren. Darüber hinaus unterstützen Eisen und Vitamin C dabei, Tagesmüdigkeit zu verringern, was besonders für viele betroffene Frauen in der zweiten Zyklushälfte von Bedeutung ist. Durch die gezielte Einnahme von Safralind® PRE DAYS können Frauen mit PMS ihre Symptome besser bewältigen und ihre Lebensqualität während der menstruellen Beschwerden steigern.
Medizinische Behandlung eines PMS und PMDS
Wenn die Beschwerden des PMS sehr stark sind oder hausmittelbasierte Tipps nicht ausreichen, gibt es verschiedene medizinische Behandlungsansätze. Welche infrage kommen, hängt davon ab, welche Symptome bei dir im Vordergrund stehen. Gegen Schmerzen rund um die Periode – etwa Kopfschmerzen, Unterleibs- oder Rückenschmerzen – werden oft Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (z. B. Ibuprofen, Naproxen) eingesetzt. Diese wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd und können starke Regelschmerzen effektiv bessern. Am besten nimmst du sie bereits ein, bevor die Schmerzen zu schlimm werden – viele Frauen beginnen wenige Tage vor der erwarteten Periode mit der Einnahme niedriger Dosen, um Krämpfen vorzubeugen. Beachte aber, dass Schmerzmittel bei zu häufiger Einnahme selbst Kopfschmerzen verursachen können und andere Nebenwirkungen (Magen, Leber) haben. Lass dich hierzu von deinem Arzt oder Apotheker beraten.
Bei ausgeprägten psychischen Symptomen von PMS oder insbesondere einer PMDS kommen häufig Antidepressiva zum Einsatz. Hier haben sich Medikamente aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bewährt. Diese erhöhen den Serotoninspiegel im Gehirn und können so Stimmungsschwankungen, Angst und Reizbarkeit deutlich lindern. Studien zeigen, dass SSRI besonders bei Frauen mit PMDS oder sehr starkem PMS die psychischen Symptome verbessern und helfen können, den Alltag wieder besser zu bewältigen. Je nach Bedarf werden SSRI entweder durchgehend täglich eingenommen oder nur in der zweiten Zyklushälfte (luteale Phase) – hier findet man individuell heraus, was am besten wirkt. Wichtig: Die Wirkung tritt meist erst nach 2-3 Behandlungszyklen ein. Mögliche Nebenwirkungen der SSRI sind u. a. Übelkeit, Schlafstörungen oder eine gedämpfte Libido. Insgesamt sind Antidepressiva aber bei PMDS oft ein echter Segen, da sie schwere Stimmungstiefs zuverlässig auffangen können.
Auch eine Hormontherapie kann in Erwägung gezogen werden, da PMS ja mit dem Zyklus zusammenhängt. Ziel ist es meist, die Hormonschwankungen abzumildern oder den Eisprung zu unterdrücken, damit die PMS-Auslöser entfallen. Am weitesten verbreitet ist die Antibabypille, die den Zyklus reguliert. Tatsächlich berichten einige Frauen, dass ihre PMS-Beschwerden mit der Pille schwächer werden. Insbesondere Pillen mit dem Gestagen Drospirenon haben in Studien eine gewisse Wirksamkeit gegen PMS gezeigt. Allerdings kann die Pille PMS auch verschlimmern – vor allem in den ersten Wochen der Einnahme – oder neue Nebenwirkungen wie Stimmungstiefs verursachen.
Zusätzlich setzen manche Frauen bei starkem PMS auf entwässernde Medikamente (Diuretika) wie Spironolacton, um Wassereinlagerungen und Brustspannen zu verringern.
Generell gilt für alle medizinischen Behandlungen: Lass dich von deinem Frauenarzt individuell beraten, welche Therapie für dich passend ist.
PMS und Zyklus: Wann hört das wieder auf?
Zum Schluss noch ein Blick auf den Lebensverlauf: Frauen im gebärfähigen Alter haben PMS, weil ihr Körper regelmäßige Eisprünge und Monatsblutungen durchläuft. In Schwangerschaft und Stillzeit pausiert der Zyklus meist – entsprechend tritt in dieser Zeit auch kein PMS auf. Viele Frauen bemerken, dass ihre PMS-Beschwerden mit dem Älterwerden Veränderungen durchmachen. Bei manchen werden die Symptome nach der Pubertät milder, bei anderen können sie sich in den Dreißigern sogar verstärken. In den Jahren vor den Wechseljahren (Perimenopause) gerät der Hormonhaushalt nochmal durcheinander: Der Zyklus wird unregelmäßiger, Eisprünge finden seltener statt, was paradoxerweise dazu führen kann, dass PMS-Symptome unvorhersehbarer werden.
Einige Frauen erleben in der Perimenopause PMS-ähnliche Beschwerden, die teilweise sogar während und nach der Menstruation anhalten. Unter Stress können sich PMS-Symptome in dieser Phase zusätzlich verstärken. Die gute Nachricht: Mit dem Erreichen der Menopause (Durchschnittsalter ~51 Jahre) verschwinden PMS und PMDS vollständig. Sobald keine Monatsblutungen und Eisprünge mehr stattfinden, gibt es auch kein prämenstruelles Auf und Ab der Hormone mehr – damit hat sich das Thema PMS erledigt. Bis es soweit ist, solltest du aber nicht einfach „die Zähne zusammenbeißen“. Auch wenn PMS naturbedingt ist, muss keine Frau starke Leiden kommentarlos hinnehmen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Symptome des PMS zu mildern und die Zeit vor den Tagen erträglicher zu machen.